1. Die Altstadt erkunden
Aix-en-Provence hat sich den Charme eines kleinen, provenzalischen Dorfes bewahrt. Es ist daher ein Genuss, durch die Altstadt zu bummeln, denn man begegnet an jeder Ecke beeindruckenden Bauwerken, Brunnen, Gassen und Monumenten. Auf keinen Fall verpassen solltet ihr die Kathedrale Saint-Sauveur oder die wunderschöne Place d’Albertas (Foto unten).
2. Auf dem provenzalischen Markt einkaufen
Aix-en-Provence ist für seine charakteristischen, südfranzösischen Märkte bekannt. Am Dienstag-, Donnerstag- und vor allem am Samstagmorgen sind im Zentrum zahlreiche Marktstände mit Gemüse, Obst und auch Büchern, frischen Blumen, Kleidung, Trödel und regionalen Produkten aufgebaut.

3. Auf den Spuren von Cézanne
Aix-en-Provence ist die Geburtsstadt des Malers Paul Cézanne. Sein ehemaliges Wohnhaus La Bastide du Jas de Bouffan kann besichtigt werden, und im Musée Granet sind mehrere Werke des Künstlers zu sehen. Im Sommer finden zudem häufig Veranstaltungen in den Carrières de Bibémus statt, einem Steinbruch außerhalb der Stadt, in dem Cézanne immer wieder malte. Und natürlich könnt ihr auch sein ehemaliges Atelier besuchen – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Etwas außerhalb des Stadtzentrums, auf dem Hügel Les Lauves, befindet sich Cézannes Atelier, das Atelier des Lauves. Hier arbeitete Paul Cézanne zwischen 1902 und 1906 nahezu täglich. Das Atelier ist weitgehend im Originalzustand erhalten geblieben – mit seiner Staffelei, den Gegenständen aus seinen Stillleben und persönlichen Besitztümern. So bekommt ihr einen faszinierenden Einblick in seinen Alltag und seine Arbeitsweise. Weitere Informationen zu den verschiedenen Cézanne-Orten findet ihr unter: www.cezanne-en-provence.com

4. Calissons probieren
Kommt ihr nach Aix-en-Provence, dann gönnt euch calissons! Diese lokale Delikatesse wird aus feingemahlenen Mandeln, Melonen aus der Provence und der Schale von kandierten Orangen zubereitet. Der bekannteste Anbieter ist Roy René, der neben diverse Geschäften auch ein komplettes Museum dieser Süßigkeit gewidmet hat.

5. Auf der Place de l’Hôtel de Ville in der Sonne sitzen
Seit eh und je ist der Cours Mirabeau derjenige Ort in Aix, an dem sich alles ums Sehen und Gesehenwerden dreht. Paul Cézanne, Emile Zola und Pablo Picasso spazierten hier entlang zur Brasserie Les Deux Garçons. Es ist einfach traumhaft, unter den Platanen zu sitzen und den Leuten beim Einkaufsbummel zuzusehen. Doch noch einladender ist die Place de l’Hôtel de Ville. Sucht euch einen Sitzplatz auf einer der vielen Café-Terrassen und genießt die Aussicht aufs alte Rathaus.

6. Durchs Quartier Mazarin bummeln
Südlich vom Cours Mirabeau liegt das ruhige Quartier Mazarin, eines der teuersten Viertel von Aix. Die vielen hôtels particuliers aus dem 17. Jahrhundert und die prachtvollen Museen machen einen Spaziergang zu einem Erlebnis. Besucht auch unbedingt mal eine Ausstellung im klassischen Musée Granet (siehe auch die folgenden Tipps) oder im Hôtel de Caumont, einem neuen Kunstzentrum, das sich in einem frisch renovierten Herrenhaus angesiedelt hat. Ebenfalls empfehlenswert: Book in bar, ein gemütlicher, englischer Buchladen mit integriertem Teesalon.

7. Das Musée Granet besuchen: von Cézanne bis zu den Beatles
Im Quartier Mazarin befindet sich das Musée Granet, das in einem ehemaligen Kloster an der Place Saint-Jean-de-Malte untergebracht ist. Die Dauerausstellung ist überraschend vielfältig: von archäologischen Funden und Gemälden alter Meister bis hin zu moderner Kunst. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Paul Cézanne, dem berühmtesten Maler von Aix-en-Provence. Darüber hinaus zeigt das Museum regelmäßig spannende Sonderausstellungen. Im Sommer 2026 ist dort „Paul McCartney. Eyes of the Storm“ zu sehen – mit mehr als 250 Fotografien, die Paul McCartney in den frühen Jahren der Beatles aufgenommen hat (bis zum 3. Januar 2027).
Rechts: George Harrison, Miami Beach, Februar 1964, Foto von Paul McCartney. © 1964 Paul McCartney, unter exklusiver Lizenz von MPL Archive LLP.
8. Hôtel de Caumont: ein Stadtpalais voller Kunst
Dieses elegante Stadtpalais aus dem 18. Jahrhundert ist schon wegen seiner prachtvollen Innenräume und des wunderschönen Gartens mit einem oberen und unteren Bereich einen Besuch wert. Darüber hinaus zeigt das Hôtel de Caumont regelmäßig hervorragend kuratierte Ausstellungen – häufig mit Werken französischer Impressionisten oder Zeitgenossen von Cézanne. Im Sommer 2026 steht eine Ausstellung über Toulouse-Lautrec auf dem Programm. Ein weiterer Pluspunkt: Im Café Caumont könnt ihr zwischen den Rosen im Garten entspannt einen Kaffee trinken. Unser Insidertipp: Mittwochs und samstags finden hier abends stimmungsvolle Open-Air-Jazzkonzerte statt. Weitere Informationen

9. In den vielen schönen Restaurants den Süden schmecken
Die Stadt steckt voller schöner, hipper Bistros und Restaurants – von entspannten Adressen für Frühstück oder Mittagessen bis hin zu eleganten Bistros. Die besten Lokale liegen oft nicht auf den großen Plätzen, sondern in den kleinen Seitenstraßen und Gassen. Eine gute Adresse ist die Rue des Tanneurs mit mehreren angesagten Lokalen, darunter das beliebte Maison Nosh für Frühstück oder Lunch. Auch in der Rue Lieutaud und der Rue d’Italie findet ihr zahlreiche empfehlenswerte Bistros – von klassischer französischer Küche bis hin zu internationalen Spezialitäten.

Für einen Apéro auf der Terrasse ist die Place des Cardeurs besonders beliebt. Hier gibt es allerdings auch einige Touristenfallen – ein kurzer Blick auf die Speisekarte oder die Bewertungen lohnt sich also. Wenn ihr es etwas eleganter mögt, solltet ihr ins Quartier Mazarin rund um die Rue Cardinale gehen. Dort erwarten euch charmante kleine Plätze und stilvolle Restaurants in entspannter Atmosphäre.
10. Mehr über die französische Geschichte in Les Milles erfahren
Das beeindruckende Camp Les Milles liegt zwar am Stadtrand, doch es ist schnell mit dem Bus erreichbar. Es handelt sich um das einzige große Internierungs- und Deportationslager des Zweiten Weltkrieges in Frankreich, das noch erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Jahr 2012 wurde die frühere Ziegelei zu einem großen Museum umgebaut, welches „Lernen aus der Vergangenheit“ zum Ziel hat.

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Text: Adriënne Ummels, Nicky Bouwmeester Fotos: Adriënne Ummels (Calissons, Place d’ Albertas, Quartier Mazarin) & Aix-en-Provence Tourisme (The Mills), Flickr/CC Ronald van der Graaf (Markt), Spiterman (Hôtel de Ville), Musée Granet/Wikicommons, Gemälde Jas de Bouffan/Wikimedia

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